Einfache Hardware-Probleme selber lösen! Startet der PC nicht mehr, ist das noch kein Grund, nervös zu werden. Gehen Sie die einzelnen Punkte unserer Checkliste durch. In vielen Fällen können unsere Tipps bereits helfen. Unbedingt die Handbücher vom Hersteller beachten (Mainboard, CPU, GPU, PSU usw.)
Die Lüfter von der Grafikkarte drehen sich nicht oder nur ab und zu:
Wenn die Grafikkartenlüfter bei eingeschaltetem Computer stillstehen, muss das nicht unbedingt ein Defekt sein. Viele moderne Grafikkarten haben einen Energiesparmodus, der als Zero-Fan-Modus bekannt ist. In diesem Modus bleiben die Lüfter inaktiv, solange die Grafikkarte nicht stark beansprucht wird und die Temperatur unter einem bestimmten Wert bleibt (ca. 60 °C).
Erst wenn die Grafikkarte mehr Leistung benötigt und die Temperatur steigt, springen die Lüfter an, um die Grafikkarte zu kühlen. Es ist also normal, dass die Lüfter im Leerlauf stillstehen. Wenn Sie jedoch Bedenken hinsichtlich der Funktion Ihrer Grafikkarte haben, können Sie die Temperatur und die Lüfteraktivität im Auge behalten, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäss funktioniert.
Wie sieht eine defekte Grafikkarte aus?
Wenn Ihre Grafikkarte ihren Geist aufgibt, werden Sie es schnell merken. Hier sind einige Anzeichen: Horizontale Streifen auf dem Bildschirm; Ein schwarzer Bildschirm ohne Bild; Andere Bildfehler oder -störungen. Wenn Ihr Mainboard ein Debug-Code-LED-Panel hat, wird ein Fehlercode angezeigt. Überprüfen Sie Ihr Mainboard-Handbuch, um den Code zu entschlüsseln, oder suchen Sie online nach dem spezifischen Fehlercode. So können Sie das Problem schnell identifizieren und beheben.
Wenn Ihre Grafikkarte tatsächlich defekt ist, können Sie Ihren Computer trotzdem weiter nutzen. Verbinden Sie einfach Ihren Monitor mit dem Mainboard, um die Onboard-Grafikkarte zu aktivieren. In den meisten Fällen wird diese automatisch aktiviert. Falls nicht, können Sie die Onboard-Grafikkarte im BIOS-Menü des Mainboards als primäre Grafikkarte auswählen. Alternativ können Sie auch die defekte Grafikkarte aus dem Mainboard entfernen, um den Computer ohne sie zu betreiben. So können Sie Ihre Arbeit fortsetzen, bis Sie eine neue Grafikkarte erhalten.
So überprüfen Sie Ihre Grafikkarte
Um Ihre Grafikkarte zu überprüfen, folgen Sie bitte diesen Schritten: Öffnen Sie das DirectX-Diagnoseprogramm, indem Sie im Startmenü «dxdiag» eingeben. Klicken Sie auf die Registerkarte «Anzeige 1» oder «Anzeige 2», um Ihre Grafikkarte zu identifizieren. Scrollen Sie nach unten zu «Hinweise», um mögliche Probleme zu überprüfen. Wenn Probleme angezeigt werden, können Sie den Grafikkartentreiber aktualisieren, indem Sie die neuesten Treiber von der Herstellerwebseite herunterladen und installieren. Dies kann helfen, Probleme zu beheben und die Leistung Ihrer Grafikkarte zu verbessern.
Fehlerquelle Grafikkarte:
Wenn Ihr PC nach dem Einschalten zunächst korrekt startet, aber dann über Beep-Codes oder Debug-LEDs auf ein Problem mit der Grafikkarte hinweist, sollten Sie den Sitz der Karte im Steckplatz überprüfen. Es kann sein, dass die Grafikkarte nicht richtig im Slot sitzt, insbesondere wenn Monitorkabel fest mit den DVI/VGA-Ports verschraubt sind und durch Ziehen am Kabel die Karte teilweise aus dem Slot gezogen wurde.
In den meisten Fällen bleibt die Grafikkarte dabei unbeschädigt. Um das Problem zu beheben, sichern Sie die Grafikkarte im Gehäuse und verschrauben Sie sie ordnungsgemäss mit dem Slotblech. Überprüfen Sie anschliessend, ob das Problem behoben ist.
Wenn Ihr PC startet, aber kein Bild auf dem Monitor erscheint, könnte die Grafikkarte beschädigt sein. Eine häufige Ursache dafür sind geplatzte Elektrolytkondensatoren (Elkos) auf der Grafikkarte. Diese können durch Alterserscheinungen oder Überspannungen, die von einem defekten Netzteil stammen, platzen. Was passiert, wenn ein Elko platzt? Die Grafikkarte ist defekt, auch wenn sie noch teilweise funktioniert; Wenn ein Elko platzt, müssen andere Kondensatoren seine Aufgabe übernehmen; Die verbleibenden Elkos haben eine höhere Last zu bewältigen und können schnell nachgeben
Übertakten und Überhitzung: Übertakten kann den Stromverbrauch erhöhen und die Grafikkarte überhitzen; Bei unzureichender Kühlung kann die Grafikkarte abschalten. Es ist wichtig, die Grafikkarte und das Kühlsystem regelmässig zu überprüfen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Windows bootet, startet aber nicht
Dies kann mehrere Gründe haben wie: RAM Modul/-e defekt oder falsches RAM Modul eingebaut (Dies trifft zu, wenn ein Kunde andere RAM Module kauft und montiert); Eine defekte Festplatte, wo das Betriebssystem installiert ist; CPU Fehler usw. Hier kann Ihnen das Debug-Code-LED-Panel weiter helfen.
Abgesicherten Modus starten
Der abgesicherte Modus von Microsoft Windows startet das PC-Betriebssystem mit den minimal nötigen Systemprogrammen und Treibern. Über den abgesicherten Modus können Sie Ihre Softwareprobleme beheben oder inkompatible Treiber, die das Starten von Windows verhindern, deaktivieren oder deinstallieren. Während der PC hochfährt, drücken Sie (am besten wiederholt) die Tasten F5 oder F8 oder F12 je nachdem. Haben Sie den richtigen Zeitpunkt abgepasst, öffnen sich die erweiterten Windows-Startoptionen. Hier können Sie nun wählen zwischen: Abgesicherter Modus; Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern; Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung
Abgesicherten Modus über msconfig starten: Können Sie Windows noch hochfahren, können Sie auch über die msconfig in den abgesicherten Modus gelangen. Gehen Sie wie folgt vor: Unter Start Ausführen; msconfig eingeben; Im Reiter Allgemein wählen Sie unter Systemstartauswahl den Eintrag Diagnosesystemstart; Klicken Sie auf Neu starten dann wird der PC neu gebootet und befindet sich in einer Art abgesichertem Modus
PC-Innenleben inspizieren
Öffnen Sie das Gehäuse und schauen Sie auf dem Mainboard beziehungsweise auf der Grafikkarte nach defekten Elektrolytkondensatoren (Elkos). Diese können aufgeplatzt sein und verbrannt riechen. Sind die Elkos defekt, muss das entsprechende Bauteil getauscht werden.
Fehlerursache finden
Typische Zeichen für ein Hardware-Problem sind plötzliche Komplettausfälle während des Betriebs und akustische Fehlercodes des Bios beim Einschalten. Wenn der PC nach dem Einschalten überhaupt keine Reaktion zeigt, überprüfen Sie den Kaltgerätestecker auf der Rückseite sowie eine eventuell vorhandene Steckerleiste. Viele PC-Netzteile haben auf der Rückseite zudem einen eigenen Netzschalter. Kann das alles als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, geht die Suche im Gehäuseinneren weiter: Ziehen Sie das Stromkabel vom Netzteil ab, öffnen Sie das Gehäuse des PCs, und überprüfen Sie, ob der Einschaltknopf am Gehäuses mit der richtigen Panel-Steckbrücke der Hauptplatine verbunden ist – denn schlecht sitzende Steckverbindungen können sich von alleine lösen. Wenn die Hauptplatine eine Stand-by-LED oder eine numerische LED-Anzeige zur Fehlersuche bietet, schliessen Sie das Netzteil an und beobachten Sie dann die LED: Eine grün leuchtende LED oder eine orangefarbene Power-Taste zeigen, dass die korrekte Standby-Spannung von fünf Volt anliegt. Wenn die LEDs nicht leuchten, die Verkabelung aber in Ordnung ist, ist meist das Netzteil hinüber.
Achtung, Hochspannung! Das Öffnen des Netzteils ist auch für versierte Bastler keinesfalls zu empfehlen und mit der Gefahr eines Stromschlags verbunden, auch wenn das Netzteil von der Stromversorgung getrennt ist. Denn die eingebauten Kondensatoren stehen noch längere Zeit unter Hochspannung. Ein weiterer Hinweis auf ein defektes Netzteil ist, wenn dessen Lüfter nicht mehr läuft.
Beschädigter Prozessor
Probleme mit der CPU lassen sich vergleichsweise leicht über die jeweiligen POST-Codes des BIOS, über die LEDs auf der Platine oder über die Beep-Codes identifizieren. Die Codes sind bei jedem Mainboard-Hersteller unterschiedlich und im Handbuch dokumentiert.
Durch eine höhere Taktung das Maximum an Leistung aus der CPU herauszukitzeln, ist eine verlockende Methode für fortgeschrittene Anwender, um gratis an noch mehr Tempo zu kommen. Moderne Prozessoren nehmen durch zu hohe Taktfrequenzen keinen direkten Schaden mehr, weil sie sich bei einer Kerntemperatur von rund 100 °C automatisch abschalten. Trotzdem können spontane Windows-Abstürze zu Datenverlusten führen. Achten Sie beim Prozessor- Tuning darauf, den Takt immer nur in kleinen Schritten zu erhöhen und einen Stresstest vorzunehmen, bevor Sie den PC wieder im Produktivbetrieb nutzen.
Ist es doch die Festplatte?
Alternde Festplatten machen mit ungewöhnlichen Geräuschen auf ihr baldiges Ableben aufmerksam, SSDs sterben dagegen still und leise. Mit das Schlimmste, was einer Festplatte widerfahren kann, ist ein Head-Crash. Darunter versteht man die direkte Berührung der sich drehenden Magnetscheibe (Platter) einer Festplatte durch den Schreib-Lese-Kopf. Das führt zu einer mechanischen Beschädigung der Speicherschicht. Im Extremfall kann der Schreib-Lese-Kopf bei einem Head-Crash auch auf der Platter-Oberfläche kleben bleiben und dann durch die Rotation der Platter abgerissen werden. Nach einem Head-Crash ist die Festplatte meist nicht mehr startfähig oder läuft nur noch kurze Zeit, bis sie endgültig aussetzt. Dies wird in den meisten Fällen durch abgeriebenes Material verursacht, welches sich als dünner Film absetzt und so die Köpfe und die Oberfläche der Platter zusätzlich schädigt. Die Daten auf einer so beschädigten Festplatte können nach einem Head-Crash oft nur durch Datenrettungsunternehmen wiederhergestellt werden.
Wird eine Festplatte nicht mehr vom Betriebssystem erkannt, sehen Sie im Bios nach, ob der Datenträger noch angezeigt wird. Falls nicht, überprüfen Sie die Kabelverbindungen zum Laufwerk im PC. Gerade ältere SATA-Stecker sitzen locker und können allein durch verdrehte Kabel unvermittelt abrutschen. Wenn Windows selbst noch bootet, überprüfen Sie den Status der Festplatte oder SSD über deren SMART-Werte (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology), die für die Selbstdiagnose Leistungswerte aufzeichnen. SMART muss im Bios des PCs für jedes Laufwerk aktiviert sein – das ist standardmässig eingestellt. Mit der Freeware Crystaldiskinfo können Sie die Lebenserwartung von herkömmlichen Festplatten und Solid State Drives ermitteln und sich so rechtzeitig vor einem drohenden Ausfall schützen. Zudem überwacht das Programm die Temperatur der Laufwerke und warnt bei zu grosser Hitzeentwicklung. Den Gesundheitszustand der Festplatten visualisiert Crystaldiskinfo über Ampelfarben.
SSD-Lebenserwartung berechnen: Um einschätzen zu können, wie lange Ihre Solid State Drive wahrscheinlich noch durchhält, müssen Sie zunächst einmal herausfinden, für wie viele Schreibzyklen die verbauten Flashspeicherchips überhaupt ausgelegt sind. Das erfahren Sie beispielsweise auf den Herstellerseiten im Internet. Bei Modellen mit dem gängigsten NAND-Typ (25 nm MLC) vertragen die Bausteine zwischen 3000 und 5000 Schreibzyklen. Multiplizieren Sie diese Zahl mit der nutzbaren Kapazität – so bekommen Sie die Gesamtlebensdauer. Bei einer typischen 120-GB-SSD wären dies 360 bis 600 Terabyte. Diesen sogenannten TBW-Wert (Tera Bytes Written) zeigt Crystaldiskinfo rechts oben unter „Lebenszeit-“ an. Steht dort ein Wert von bereits mehreren hundert TB, droht die SSD bald auszufallen.
Festplatten-Lebenserwartung einschätzen: Bei ferromagnetischen Laufwerken prognostizieren die Hersteller die Lebenserwartung über die Annualized Failure Rate (AFR). Die AFR errechnet sich aus der Anzahl der Stunden, die die Festplatte unter bestimmten Bedingungen (etwa Temperatur, Einschaltvorgänge) durchschnittlich pro Jahr läuft, und dem MTBF-Wert (Mean Time Between Failures), eine statistische Herstellerangabe für die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen. Ein typischer AFR-Wert liegt meist unter einem Prozent, bei knapp 9000 Stunden Einschaltdauer und 10.000 Start-Stop-Zyklen. Wie viele Stunden Ihre Festplatte schon auf dem Buckel hat, verrät Crystaldiskinfo ebenfalls rechts oben unter „Betriebsstunden“. Hier brauchen Sie aber nicht wie bei SSDs einen Wert zu ermitteln. Das Tool bezieht alle relevanten Parameter in eine automatische Berechnung mit ein und warnt vor dem Totalausfall der Festplatte.
Speicherprobleme erkennen
Schwierigkeiten mit RAM-Modulen treten vergleichsweise oft auf. Gerade beim Aufrüsten ist es wichtig, den korrekten und gleichmässigen Sitz der Module in den Slots zu prüfen. Für einzelne Tests entfernen Sie zunächst alle Module und starten den Rechner mit nur einem RAM-Modul. Wiederholen Sie die sen Test anschliessend mit aufsteigender Bestückung. Wenn der Rechner nicht korrekt bootet, bauen Sie den Speicher wieder aus und testen das zuletzt eingebaute Modul erneut einzeln.
RAM-Bausteine unterschiedlicher Hersteller oder mit voneinander abweichenden Spezifikationen können zu uneinheitlichen Fehlerbildern und zu spontanen Abstürzen führen. Ein systematischer Test von einzelnen Modulen und Kombinationen zeigt hier allerdings schnell inkompatible RAM-Module. Achten Sie bei einer Speicheraufrüstung auf kompatible RAM-Module, und schauen Sie, dass Sie den exakten Typ der bereits verbauten Modelle bekommen.
Zum Check des Speichers empfehlen wir das Tool Memtest86+. Die Freeware startet mit einem eigenen Minibetriebssystem von einer bootbaren CD oder einem USB-Stick. Eine Memtest86+-CD erstellen Sie, indem Sie das ISO-Image Memtest.iso auf eine CD brennen. Nach dem Booten beginnt das Tool damit, den Speicher zu prüfen, bis man das Programm beendet. Dazu beschreibt Memtest86+ jede Speicheradresse mit einer Reihe von Testmustern und liest sie danach wieder aus. Stimmt das ausgelesene Muster mit dem vorher geschriebenen nicht überein, ist der Speicherbaustein defekt. Am Monitor wird angezeigt, wie oft Memtest86+ seine Prüfroutinen durchgeführt hat – ein kompletter Test kann mehrere Stunden dauern.
BIOS-RESET Zurücksetzen auf Standardeinstellungen
Das BIOS bildet die grundlegende Steuerzentrale eines PCs. Falsche Einstellungen können dazu führen, dass das System nicht mehr startet. Wenn nach einer Änderung Probleme auftreten, lässt sich das BIOS zurücksetzen und damit auf die Werkseinstellungen zurückführen. Dafür stehen mehrere Methoden zur Verfügung, die wir im Folgenden vorstellen. Ein Reset ist nicht nur bei Fehlfunktionen sinnvoll – auch nach dem Austausch eines BIOS-Chips oder einem BIOS-Update empfiehlt es sich, alle Einstellungen auf den Standard zurückzusetzen.
BIOS-Reset im System
Erreichen Sie das BIOS noch, können Sie falsche Einstellungen direkt über die Nutzeroberfläche zurücksetzen. 1) Um das BIOS zu öffnen, müssen Sie eine bestimmte Taste beim Hochfahren des Rechners drücken. 2) Häufig versteckt sich die Funktion hinter den Tasten F1, F2, Entf u. Ä. In der Regel wird die entsprechende Taste beim Bootvorgang angezeigt. 3) Einmal im BIOS angekommen kann man die Einstellungen über die Option Load Default Settings zurücksetzen. Auch hier kann die Bezeichnung je nach System variieren. 4) Beim nächsten Start des Computers wird das BIOS mit seinen Auslieferungseinstellungen geladen.
Reset über CMOS-Batterie
In vielen Fällen kann es vorkommen, dass der PC beim Bootvorgang einfriert und so gar nicht mehr die Möglichkeit besteht, das BIOS aufrufen zu können. Auch in solchen Fällen ist es möglich, ein BIOS-Reset durchführen zu können. Dabei stehen sogar zwei verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei beiden Wegen sollte der PC zunächst vom Strom getrennt werden. Betätigen Sie zudem die Power-Taste des PCs, um den Reststrom zu entladen.
Nun kann der PC aufgeschraubt werden:
— Suchen Sie hier nach einer Flachbatterie auf dem Mainboard und entfernen Sie diese.
Über die Batterie werden Einstellungen sowie die Systemuhrzeit gesichert, auch wenn der PC ausgeschaltet oder stromlos ist.
— Warten Sie nach der Entnahme bis zu 20 Minuten, bis das BIOS alle vorgenommenen Einstellungen vergessen hat.
Die Wartezeit ist nötig, da die Einstellungen ohne Batterie durch die verbleibende Restspannung auch ohne Batterie noch gespeichert werden könnten.
Auf diesem Wege wird die ursprüngliche Konfiguration wiederhergestellt.
Reset über Jumper
Funktioniert das Zurücksetzen über die Entnahme der Batterie nicht oder wollen Sie einen anderen, zuverlässigeren Weg wählen, können Sie zudem den BIOS-Reset über das Mainboard durchführen. Diese Methode unterscheidet sich von Mainboard zu Mainboard, so dass Sie hier die Anleitung zu Rate ziehen sollten.
— Schalten Sie den PC aus, zieht den Netzstecker und drücken Sie den Power-Button mehrfach, um eine Entladung durchzuführen.
— Nehmen Sie auch hier zunächst die CMOS-Batterie wie oben beschrieben heraus.
— Auf jedem Mainboard findet sich ein „Clear CMOS“-Jumper. Dieser kann auch die Beschriftung „JBAT1“, „CLRCMS“, „CMOS_CLEAR“ führen.
— Dieser Jumper besitzt drei Positionen, von denen die ersten beiden belegt sind.
— Sollen die BIOS-Einstellungen manuell gelöscht werden, stellen Sie den Schalter auf die Position 2-3 um.
— Warten Sie dann einige Sekunden.
Setzen Sie den Jumper wieder an die gewohnte Position. Starten Sie den PC nicht, wenn sich der Jumper noch auf der Löschposition befindet. Hierdurch kann ein Kurzschluss verursacht werden, der das Mainboard beschädigt und die PC-Probleme nur noch verschlimmert.
— Setzen Sie die Batterie wieder an die gewohnte Position.
— Schliessen Sie den Netzstecker wieder an.
— Starten Sie den Rechner.
— Rufen Sie das BIOS auf und laden Sie dort die Default-Einstellungen.
— Speichern Sie die BIOS-Einstellungen und starten Sie den PC erneut.
— Das BIOS ist nun erfolgreich auf seine Auslieferungseinstellungen zurückgesetzt.
— Sollte kein Erfolg festzustellen sein, wiederholen Sie die oben genannten Schritte.
Besonders auf neuen Mainboards findet sich ab Werk bereits ein Button, über den sich der CMOS-Reset bequem durchführen lässt. Auf dem oben beschriebenen Weg kann man auch ein BIOS-Passwort zurücksetzen. Beim BIOS-Reset sollten Sie einen Blick ins Handbuch nicht scheuen. Verschiedene Anleitungen finden Sie bei Biosflash. Die Vorgehensweise unterscheidet sich häufig je nach Modell, teilweise muss der Reset stromlos, teilweise allerdings auch unter Strom durchgeführt werden.
Warntöne auswerten
Gibt der PC beim Einschalten nur noch Töne oder Tonfolgen von sich, hat das Bios bei seinem Power-On-Self-Test Fehler festgestellt. Schauen Sie im Handbuch des Mainboards nach, welche Ursache die Töne haben können.
Mainboard: Fehlercodes beachten
Ist das Netzteil in Ordnung, nehmen Sie als Nächstes die Hauptplatine des PCs unter die Lupe. Dabei ist der erste Schritt, nach physikalischen Beschädigungen auf der Platine zu suchen. Deutliche Zeichen sind verschmorte Elektronikbauteile und aufgeblähte Kondensatoren der Spannungsregelung neben der CPU.
Aktuelle Mainboards machen die Fehlerdiagnose mit Debug-LEDs auf der Platine viel einfacher: Eine zweistellige Anzeige zeigt beim Einschalten einen POST-Code, der Aufschluss über den Systemstatus und mögliche Fehler gibt. Darüber hinaus geben alle Mainboards beim Einschalten über das Bios Tonsignale aus, um Probleme über Beep-Codes akustisch zu signalisieren. Die Erklärung der POST- und Beep-Codes steht im Handbuch des Mainboard-Herstellers. Wenn sich dieses nicht mehr auftreiben lässt, finden Sie es auch als PDF auf den Support-Seiten des Herstellers. Diese Codes sind das wichtigste Werkzeug bei der weiteren, detaillierten Fehlersuche. Treten Fehler nach einem Bios-Update oder nach Änderungen der Bios-Einstellungen auf, sollten Sie das Bios über den dafür vorgesehenen Jumper auf der Hauptplatine zurücksetzen.
System Check – Diagnostic Tool
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OCCT – Computer Stabilität prüfen
Mit dem kostenlosen OCCT können Sie dank CPU-, GPU-, Temperatur- und Spannungs-Benchmark, Ihren Rechner auf Herz und Nieren prüfen. Die Software stellt Ihren Computer vor einen Stresstest, bei dem das Gerät seine vollen Leistungen zeigen kann. Wählen Sie zwischen vier verschiedenen Tests, um Prozessor, Grafikeinheit und Stromversorgung unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellen Sie Zeit und Härtegrad der Prüfung ein. Den Verlauf des Tests, können Sie in Live-Diagrammen verfolgen und später im Programm-Verzeichnis nochmal nachschauen. Falls der Computer während des Tests an seine Grenzen kommt, etwa wenn die Temperatur zu hoch wird, bricht der Test ab, um Ihren PC vor möglichen Schäden zu schützen.
FurMark – Overclocking Stabilität prüfen
Mit dem kostenlosen FurMark können Sie die Grenzen Ihres Systems einmal austesten. Vor allem für Übertakter ein sehr praktisches Tool. Mit dem FurMark Benchmark können Sie die Grafikleistung Ihres Systems bestimmen. Dazu wird per OpenGL ein haariger Ring gerendert, der rotiert. Zwei dynamische Lichtquellen sorgen dafür, dass Ihre Grafikkarte richtig ins schwitzen kommt. Vor dem Start des Benchmarks können Sie festlegen, ob Sie den Test im Fenster- oder Vollbild-Modus, mit welcher Auflösung und in welcher Art (Benchmark-Modus oder Stabilitäts-Test) Sie ihn laufen lassen möchten. Zudem können Sie die MSAA Samples sowie die Dauer einstellen. Nach dem Durchlauf des Tests werden Ihnen die Ergebnisse in einem Fenster angezeigt.
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