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Scalper schlagen wieder zu – RTX 4090 und RTX 5090 im Visier der Preisjäger

NEWS - Scalper schlagen wieder zu – RTX 4090 und RTX 5090 im Visier der Preisjäger

GPU – Scalping NEWS

Kaum erscheint eine neue Grafikkarte von NVIDIA, ist das Chaos vorprogrammiert. Mit dem Release der RTX 5090 im Herbst 2025 wiederholt sich ein altbekanntes Szenario: Scalper kaufen die heiss begehrten GPUs in Sekunden leer – und verkaufen sie zu Wucherpreisen weiter. Schon bei der RTX 4090 war das ein grosses Problem, und auch jetzt scheint sich die Geschichte zu wiederholen.

Was sind Scalper überhaupt?

Scalper (vom englischen „to scalp“ = abzocken) nutzen automatisierte Bots oder kaufen in grossen Mengen Hardware, sobald sie verfügbar ist – meist in Online-Shops. Ihr Ziel: Die Karten sofort auf Plattformen wie eBay, Kleinanzeigen oder StockX mit enormem Aufpreis weiterzuverkaufen.

Während der offizielle Startpreis der RTX 5090 laut NVIDIA bei rund 1.999 CHF liegt, werden auf Zweitmärkten bereits Angebote von über 3.500 CHF gesichtet – teils sogar noch höher für spezielle Custom-Modelle.

Déjà-vu: Die RTX 4090 als Vorgänger des Problems
Scalper - PCRIG.CH News

Schon 2022, beim Start der RTX 4090, sorgte Scalping für Frust. Damals verschwand der erste Lagerbestand innerhalb weniger Minuten, und Käufer mussten teils Monate warten, um eine Karte zum Normalpreis zu bekommen.

NVIDIA und Händler wie Alternate, Caseking oder Mindfactory versuchten mit Warteschlangen und Captcha-Systemen gegenzusteuern – doch viele Bots umgingen diese Massnahmen. Das Ergebnis: ehrliche Kunden gingen leer aus, während Reseller satte Gewinne einstrichen.

Warum das Scalping wieder so stark ist

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Situation mit der RTX 5090 erneut eskaliert:

Limitierte Stückzahlen zum Launch – die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich.
Künstlich aufgeheizte Hype-Kultur – viele wollen „die Erste“ haben, koste es, was es wolle.
Automatisierte Kaufbots – sie sind schneller als jeder Mensch beim Checkout.
Fehlende Regulierung – rechtlich ist Scalping bei Hardware nicht verboten, anders als z. B. bei Konzerttickets in manchen Ländern.

Folgen für Gamer und den Markt

Für Gamer bedeutet das: Wer auf die neueste Technik setzt, muss entweder Glück haben oder tief in die Tasche greifen. Viele Käufer weichen auf ältere Modelle wie die RTX 4080 Super oder sogar gebrauchte RTX 4090 aus – was wiederum deren Preise stabil hält. Langfristig schadet Scalping aber der gesamten PC-Community: Es zerstört das Vertrauen in faire Verfügbarkeit und sorgt für eine künstliche Preisblase.

Was kann man dagegen tun?

Keine überteuerten Angebote kaufen. Nur so verlieren Scalper ihren Anreiz.
Newsletter & Händler-Benachrichtigungen aktivieren. So bist du beim nächsten Restock schneller dran.
Geduld bewahren. Nach einigen Wochen normalisieren sich die Preise oft etwas.
Direkt bei offiziellen Partnern kaufen. Diese bieten teils Anti-Bot-Schutz oder Wartelisten.

Einige Nutzer organisieren sich mittlerweile in Discord-Communities oder Reddit-Gruppen, um sich gegenseitig über faire Restocks zu informieren – eine solidarische Antwort auf das Scalping-Problem.

Fazit: Die Gier der Scalper trübt den Grafiktraum

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